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Das Erzbistum Berlin betet 40 Tage um geistliche Berufungen

Sendepause

Morgen beginnt die Hl. Woche. Wir gehen in der Gemeinschaft der Kirche den Weg des Herrn nach: den Weg des Sterbens und des Todes und den Weg, der am Ostermorgen von Gott zu uns her geschlagen wird und sich nicht berechnen lässt. Dieser Weg ist real. Auch in der Liturgie tauchen wir nicht ab in eine virtuelle Welt, sondern wir tauchen auf, und die Augen können sich öffnen für das, was wirklich ist.

 

Das ist Grund genug, dass in dieser Woche wohl kein geneigter Leser Zeit finden wird für diese Seite. Und daher machen wir Sendepause; auch um selbst frei zu sein für das eine Notwendige.

 

In der Osteroktav geht's dann weiter. Mit dem Endspurt.

 

Zum zweiten Passionssonntag noch ein Sonett des großen Freiburger Dichters Reinhold Schneider. Er war ein Mensch, der in Geist und Physis von der Vergänglichkeit dieser Welt durchdrungen war. Das Tragische, die Unmöglichkeit des Notwendigen machte ihm das Leben oft genug zur Qual. Auch wenn er vielen in finsterster Zeit zum Tröster wurde, blieb in ihm die Dunkelheit zurück. Gestorben aber ist er 1958 am Ostermorgen.

 

DER KREUZWEG DES HERRN IN DER ZEIT 

 

Der Himmel zuckt, es bebt die Erde schon

Von all dem Frevel, der an Dir geschah,

Und wieder schreitest Du nach Golgotha,

Beschwert vom Kreuze, unter Blut und Hohn.

 

Und keiner steht am Wege, dem der Sohn

Nicht mächtigen Blicks ins scheue Auge sah,

Doch nur der Schmerz der Mütter bleibt Dir nah,

Und alle Deine Jünger sind geflohn.

 

Da raffst Du übermächtig Dich empor

Und trägst dem Wahn voran der Wahrheit Zeichen

Und stirbst erhöht und heiligst noch die Gruft.

 

Wir folgen trauern zum verschlossenen Tor

Und harren, bis des Abgrunds Felsen weichen

Und tief im Herzen Deine Stimme ruft. 

 

40 Tage ist eine Aktion des Erzbistums Berlin Impressum Kontakt