Anregungen für die Gestaltung einer Gebetsstunde
Für die Gliederung einer Gebetszeit eignet sich folgender Dreischritt: 1) Verkündigung, 2) Betrachtung und 3) Gebet, der sich auch durchaus wiederholen darf. Gerahmt sollte das Ganze sein durch eine Eröffnung (evtl. Lied, Kreuzzeichen, Eröffnungsgebet) und einen Abschluss (Segen bzw. Segensbitte, Lied).
zu 1) Verkündigung: Hier eignet sich entweder die Tageslesung bzw. das Tagesevangelium oder natürlich eine biblische Berufungsgeschichte: z. B. Gen 12,1-5; 1 Sam 3,1-10; Lk 1,26-38 oder Joh 1,35-42.
zu 2) Die Betrachtung des Gehörten kann in ganz unterschiedlicher Weise geschehen:
- Beten eines passenden Rosenkranzgesätzes oder eines ganzen Rosenkranzes,
- Verweilen in Stille,
- stille eucharistische Anbetung
- geistliches Gespräch (nicht Diskutieren) über die Schriftstelle,
- Hören eines passenden Betrachtungstextes oder einer Predigt
- Betrachten eines passenden Bildes
- Beten einer Litanei (z. B. Jesus-Litanei - GL 765 oder Laurentanische Litanei - GL 769)
zu 3) Alles sollte münden in ein sammelndes Gebet (z. B. Fürbitten oder ein längeres vorformuliertes bzw. freis Gebet und Vater unser). Gebetsanregungen gibt es auf dieser Homepage ja schon einige. Aus den Fürbitten für die 40 Tage kann man auch einige auswählen und neu zusammenstellen.
Im Gotteslob eignen sich auch folgende Nummern: 27 und 28 (Kirche und Gemeinde); oder die Andachten 778 (Hl. Geist), 781,3-5.9 (Jesus Christus) und 787 (Kirche).
Die Gebetszeit sollte nicht zu wortlastig gestaltet sein, es muss auch Zeiten der Stille geben, besonders wenn es sich um eine eucharistische Gebetszeit handelt. Passende Gesänge können an unterschiedlichen Stellen eingefügt werden.

